Keyword-Recherche: So finden Sie die richtigen Suchbegriffe
Schritt 1: Mit Ihrem Wissen anfangen
Sammeln Sie die Fragen, die Kunden Ihnen häufig stellen, und die Begriffe, die sie dabei benutzen. Das sind oft die wertvollsten Hinweise, weil sie aus der Praxis kommen.
Schritt 2: Suchbegriffe ergänzen
Mit Werkzeugen, etwa der Google-Suchvorschläge, den Ähnliche-Fragen-Bereichen oder speziellen Recherche-Programmen, finden Sie weitere Begriffe, deren Häufigkeit und Wettbewerb.
Schritt 3: Die Suchabsicht verstehen
Jede Suche hat ein Ziel: etwas lernen („Was ist …“), vergleichen, kaufen oder einen Anbieter finden („… in Stuttgart“). Eine Seite sollte genau diese Absicht bedienen. Wer einen Ratgeber schreibt, wo jemand kaufen will, wird kaum Erfolg haben.
Schritt 4: Begriffe Seiten zuordnen
Ordnen Sie jedem Thema genau eine Seite zu. Mehrere Seiten für dasselbe Thema konkurrieren miteinander. Fehlt für einen wichtigen Begriff eine Seite, ist das eine Lücke, die Sie schließen können.
Schritt 5: Prioritäten setzen
Beginnen Sie mit Begriffen, die gut zu Ihrem Angebot passen, genug Suchen haben und realistisch erreichbar sind. Sehr umkämpfte Begriffe lassen sich oft erst später angehen.
Häufige Fehler
- Nur nach der Suchmenge gehen, nicht nach der Passung
- Begriffe sammeln, aber keine Seiten dafür bauen
- Dieselbe Frage auf mehreren Seiten beantworten
Praxisbeispiel: Vom Begriff zur Seite
Ein Gartenbauunternehmen sammelt zuerst Begriffe: „Gartenbau“, „Garten neu anlegen“, „Terrasse pflastern“, „Gartengestaltung Kosten“. Auf den ersten Blick sind das Synonyme, die Suchabsichten unterscheiden sich aber. „Garten neu anlegen“ zeigt Planungsinteresse, „Terrasse pflastern Kosten“ einen Preisvergleich, „Gartenbau Waiblingen“ die Suche nach einem Anbieter. Für jede Absicht gehört eine eigene Seite: eine Leistungsseite mit Ort, ein Ratgeber zu den Kosten und eine Seite zur Planung. Die Tabelle dazu hat nur vier Spalten: Begriff, Absicht, Zielseite, Priorität.
Welche Zahlen Sie beachten sollten
- Suchvolumen: Das geschätzte Aufkommen pro Monat. Die Werte der Programme sind Näherungen, nutzen Sie sie zum Vergleich, nicht als genaue Messung.
- Wettbewerb: Wie stark die Ergebnisseite besetzt ist. Prüfen Sie dafür selbst, wer dort steht: große Portale, Fachanbieter oder lokale Betriebe?
- Passung: Würde ein Besucher, der diesen Begriff sucht, bei Ihnen finden, was er sucht? Ein Begriff mit wenigen Suchen, aber hoher Passung ist oft wertvoller als ein breiter Begriff.
Long-Tail: Warum längere Begriffe oft besser sind
Längere, konkretere Suchanfragen („Terrasse aus Naturstein planen Kosten pro Quadratmeter“) haben einzeln weniger Suchen, dafür meist eine klarere Absicht und weniger Konkurrenz. In der Summe machen sie einen großen Teil des Suchaufkommens aus. Sie lassen sich oft in einem einzigen Ratgeberbeitrag mit mehreren Zwischenüberschriften abdecken, statt je Variante eine Seite anzulegen.
Die Ergebnisseite als Recherchewerkzeug
Suchen Sie jeden wichtigen Begriff selbst und beobachten Sie, was Google zeigt. Zeigt die Seite hauptsächlich Ratgeber, ist eine Verkaufsseite dort schwer zu platzieren. Erscheinen Karten und lokale Einträge, ist die Suche lokal gemeint, und das Google-Profil wird wichtiger. Der Bereich „Ähnliche Fragen“ liefert direkt weitere Fragen, die Sie in Zwischenüberschriften aufnehmen können, siehe Featured Snippets und „Ähnliche Fragen“.
Prüfen Sie Ihre Daten nach dem Start
Nach einigen Wochen zeigt die Search Console, für welche Begriffe Ihre Seiten tatsächlich erscheinen. Oft sind darunter Begriffe, an die Sie nicht gedacht haben. Nehmen Sie die brauchbaren in Ihre Liste auf und stärken Sie die Seite gezielt, zum Beispiel durch eine passende Überschrift. Wie Titel und Überschriften dafür aufgebaut sein sollten, beschreibt Title-Tag schreiben. Die Einordnung in das Gesamtbild finden Sie unter Content-SEO.
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