Title-Tag schreiben: So entsteht ein guter Seitentitel
Warum der Titel wichtig ist
Der Title-Tag erscheint als blaue Überschrift im Suchergebnis und im Browser-Tab. Er ist eines der stärksten Signale dafür, worum es auf der Seite geht, und entscheidet mit darüber, ob jemand klickt.
Aufbau
Haupt-Thema zuerst, dann ein Nutzen oder Zusatz, zuletzt die Marke: Thema: Nutzen | Marke.
Beispiele
- Schwach: „Startseite | Müller GmbH“
- Besser: „Heizungsbau Stuttgart: Beratung, Einbau, Wartung | Müller GmbH“
Regeln
- Eindeutig: Jede Seite hat einen eigenen Titel.
- Länge: Als Richtwert 50 bis 60 Zeichen, damit er nicht abgeschnitten wird.
- Hauptbegriff früh: Das Wichtigste steht vorn.
- Ehrlich: Der Titel verspricht, was die Seite hält.
- Natürlich: Keine Aneinanderreihung von Suchbegriffen.
Zeichen oder Pixel?
Google kürzt Titel nicht nach Zeichenzahl, sondern nach der Breite in Pixeln. Ein Titel mit vielen schmalen Buchstaben wie „i“ und „l“ passt daher länger als einer mit vielen breiten wie „W“ oder „M“. Die 50 bis 60 Zeichen sind deshalb ein Richtwert. Wird ein Titel doch abgeschnitten, ist das kein Fehler im Sinne eines Rankingverlusts, nur das Ende ist nicht sichtbar. Darum gehört Wichtiges nach vorn und die Marke ans Ende.
Praxisbeispiel: Aus drei Seiten werden drei Titel
Ein Steuerberater mit Kanzlei in Waiblingen hat drei Seiten, die bisher alle „Steuerberatung | Muster Kanzlei“ im Titel tragen. Das Problem: Google kann die Seiten kaum unterscheiden, und Besucher sehen in den Ergebnissen dreimal denselben Treffer. Besser wäre je Seite ein eigener Schwerpunkt:
- Startseite: „Steuerberater in Waiblingen: Beratung für Mittelstand und Selbstständige | Muster Kanzlei“
- Leistungsseite: „Jahresabschluss und Buchhaltung für kleine Unternehmen | Muster Kanzlei“
- Ratgeberseite: „Gewerbesteuer einfach erklärt: Was Betriebe wissen sollten | Muster Kanzlei“
Jeder Titel beantwortet eine andere Suchabsicht, nennt zuerst das Thema und hängt die Marke an.
Typische Fehler und ihre Folgen
- Marke zuerst: Bei unbekannten Firmen verschenkt das den wertvollsten Platz, weil niemand nach dem Namen sucht.
- Alle Seiten gleich: Das passiert, wenn das System einen Standardtitel vergibt. Prüfen Sie es mit einer Suche nach „site:ihredomain.de“.
- Zu lang gestopft: Wer fünf Begriffe in den Titel presst, wirkt unglaubwürdig. Google schreibt solche Titel häufiger um.
- Titel und H1 widersprechen sich: Der Titel verspricht ein Thema, die Hauptüberschrift behandelt ein anderes. Das verwirrt Leser und Algorithmen.
So prüfen Sie Ihre Titel
Sammeln Sie alle Seitentitel Ihrer Website in einer Liste, zum Beispiel aus einem Crawl oder aus der Search Console. Streichen Sie Dubletten an, markieren Sie Titel ohne Ortsbezug bei lokalen Angeboten und Titel mit Marke am Anfang. Überarbeiten Sie zuerst die Seiten mit vielen Einblendungen und wenigen Klicks, dort wirkt eine Änderung am schnellsten. Beobachten Sie danach einige Wochen, bevor Sie erneut ändern.
Entscheidungshilfe: Ort, Marke, Nutzen
Nicht jeder Titel braucht alle Bausteine. Bei lokalen Leistungen gehört der Ort hinein, weil danach gesucht wird. Bei Ratgeberartikeln zählt dagegen die Frage, die der Artikel beantwortet. Die Marke dürfen Sie weglassen, wenn der Platz knapp ist, außer sie ist so bekannt, dass sie selbst zum Klick einlädt. Fragen Sie sich beim Schreiben: Würde ich diesen Treffer unter neun anderen anklicken?
Hinweis
Google kann Titel in den Ergebnissen umschreiben, wenn sie nicht passen. Ein guter eigener Titel erhöht die Chance, dass er unverändert bleibt. Mehr in Onpage-SEO.
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