Meta-Beschreibung schreiben: Anleitung mit Beispielen
Wofür sie da ist
Die Beschreibung fasst die Seite in ein bis zwei Sätzen zusammen. Wer die Treffer in der Suche überfliegt, entscheidet oft anhand dieses Textes, welchen Treffer er anklickt.
Aufbau
- Was findet der Besucher? (Thema)
- Was hat er davon? (Nutzen)
- Was soll er tun? (Handlung)
Beispiel
„Heizungsbau in Stuttgart: Beratung, Einbau und Wartung aus einer Hand. Festpreis-Angebot vorab. Jetzt Termin vereinbaren.“
Regeln
- Pro Seite eine eigene Beschreibung
- Etwa 150 bis 160 Zeichen, damit sie nicht gekürzt wird
- Das Hauptthema kommt natürlich vor
- Keine leeren Versprechen
Was Google daraus macht
Die Beschreibung ist ein Angebot, keine Vorgabe. Google wählt den angezeigten Text oft passend zur Suchanfrage aus der Seite selbst, wenn er die Frage besser beantwortet. Das ist normal. Eine gut geschriebene Beschreibung wird dennoch häufig übernommen, vor allem bei Suchanfragen, die dem Hauptthema der Seite entsprechen. Wörter der Suchanfrage erscheinen im Ergebnis fett, ein Grund, das Hauptthema ausdrücklich zu nennen.
Schwach gegen stark: ein Vergleich
- Schwach: „Willkommen auf der Website der Muster GmbH. Wir bieten viele Leistungen an. Besuchen Sie uns.“
- Stark: „Malerbetrieb in Fellbach: Innen- und Außenanstrich, Fassadensanierung und Tapezierarbeiten. Kostenlose Besichtigung vor Ort, Angebot in der Regel binnen weniger Tage.“
Die schwache Variante enthält weder Thema noch Ort noch Nutzen. Die starke nennt Gewerk, Region, Leistungen und den nächsten Schritt. Behaupten Sie nur, was Sie halten können: Ein Versprechen wie „Angebot binnen 24 Stunden“ gehört nur hinein, wenn es stimmt.
Unterschiedliche Seiten, unterschiedliche Beschreibungen
Eine Leistungsseite verträgt einen Handlungsimpuls („Angebot anfragen“). Ein Ratgeberartikel funktioniert besser mit einem Versprechen zum Inhalt („So gehen Sie in drei Schritten vor“). Für Seiten wie Impressum oder Datenschutz ist eine Beschreibung nebensächlich, sie dürfen kurz und sachlich sein. Konzentrieren Sie die Mühe auf Seiten, über die neue Besucher kommen sollen.
Fehler, die sich leicht vermeiden lassen
- Eine Beschreibung für die ganze Website, vom System automatisch auf alle Seiten kopiert.
- Anführungszeichen im Text, die in manchen Systemen das Feld abschneiden. Besser ohne arbeiten.
- Keyword-Listen statt Sätze. Das Meta-Keywords-Tag wird ohnehin ignoriert, und Aufzählungen von Suchbegriffen wirken in der Beschreibung genauso wenig.
- Zu kurze Texte mit nur wenigen Wörtern, die den verfügbaren Platz verschenken.
Wirkung messen
Schauen Sie in der Search Console bei einzelnen Seiten auf die Klickrate und vergleichen Sie vor und nach einer Änderung über mehrere Wochen. Sinkt oder steigt die Rate, kann auch die Position schuld sein. Aussagekräftig ist der Vergleich daher nur, wenn die durchschnittliche Position ähnlich geblieben ist.
Ein einfacher Arbeitsablauf
Schreiben Sie die Beschreibung erst, wenn Titel und Inhalt der Seite stehen. Fassen Sie den wichtigsten Nutzen in einem Satz zusammen, ergänzen Sie einen konkreten Hinweis wie Region, Leistung oder nächsten Schritt und kürzen Sie anschließend auf die verfügbare Länge. Lesen Sie das Ergebnis laut: Klingt es wie ein Mensch oder wie eine Stichwortliste? Dann zeigen Sie die Beschreibung einer Person, die die Seite nicht kennt, und fragen, ob sie klicken würde.
Gut zu wissen
Google zeigt manchmal einen anderen Textauszug, wenn er besser zur Suche passt. Eine gute Beschreibung ist trotzdem die beste Basis. Siehe auch Title-Tag schreiben.
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