E-E-A-T erklärt: Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauen
Die vier Teile
- Experience (Erfahrung): Schreibt jemand aus eigener Erfahrung mit dem Thema?
- Expertise (Fachwissen): Kennt sich die Quelle aus?
- Authoritativeness (Autorität): Wird sie von anderen als Quelle genannt?
- Trustworthiness (Vertrauen): Ist die Seite ehrlich, sicher, transparent und korrekt? Vertrauen gilt als wichtigster Teil.
Kein direkter Ranking-Faktor
Google nutzt E-E-A-T in den Richtlinien für menschliche Qualitätsprüfer, um die Qualität der Ergebnisse zu bewerten. Die Systeme belohnen Signale, die dazu passen, aber es gibt keine „E-E-A-T-Zahl“.
So zeigen Sie es
- Autor mit Namen und Hintergrund nennen
- Aussagen mit Quellen oder Beispielen belegen
- Impressum, Kontakt und Datenschutz vollständig bereitstellen
- Inhalte aktuell halten und das Datum nennen
- Echte Erfahrung zeigen: Projekte, Ergebnisse, Fehler und Lösungen
- Bewertungen und Erwähnungen anderer
Wichtig bei sensiblen Themen
Bei Themen rund um Gesundheit, Geld oder Recht gelten höhere Maßstäbe. Dort sind belegte Fachkenntnis und Transparenz besonders wichtig.
Beispiel: Zwei Autorenkästen im Vergleich
Ein Ratgeber zum Thema Website-Kosten kann mit dem Hinweis „Redaktion“ enden oder mit einem Kasten, der sagt, wer geschrieben hat, welche Rolle die Person im Unternehmen hat, seit wann sie in dem Bereich arbeitet und wann der Text zuletzt geprüft wurde. Die zweite Variante gibt Lesern und Prüfern greifbare Anhaltspunkte. Sie sollten nur Angaben machen, die stimmen und belegbar sind. Erfundene Titel oder Erfahrungsjahre schaden dem Vertrauen mehr, als sie nützen.
Was Experience konkret heißt
Das erste E wurde Ende 2022 ergänzt. Gemeint sind Inhalte, die erkennbar aus eigener Anschauung stammen: eigene Fotos statt reiner Stockbilder, Beschreibungen, wie ein Projekt abgelaufen ist, was dabei schiefging und wie es gelöst wurde. Ein Text über Fliesenverlegung wirkt anders, wenn der Verfasser den Ablauf auf der Baustelle beschreibt, als wenn er allgemeine Hinweise aneinanderreiht.
Mythos gegen Fakt
- Mythos: Man kann E-E-A-T mit einem Plugin einbauen. Fakt: Es gibt kein Plugin und kein Markup, das E-E-A-T erzeugt. Es entsteht aus echten Angaben und echter Qualität.
- Mythos: Ohne Doktortitel hat man keine Chance. Fakt: Entscheidend ist nachvollziehbare Erfahrung im Thema. Bei alltäglichen Themen reicht gelebte Praxis; formale Qualifikation wird vor allem bei sensiblen Themen wichtiger.
- Mythos: Mehr Texte bedeuten mehr Autorität. Fakt: Ein kleiner Bestand korrekter, gepflegter Seiten wirkt stärker als viele dünne.
Prüfschritte für Ihre eigene Website
- Wer steht hinter der Seite? Ist das innerhalb von zwei Klicks erkennbar, etwa über „Über uns“ und Impressum?
- Hat jeder Ratgeber ein Datum und einen Verantwortlichen?
- Sind Aussagen belegt, etwa durch Quellen der Anbieter, gesetzliche Grundlagen oder eigene Projekte?
- Gibt es Kontaktwege, die tatsächlich funktionieren?
- Gibt es Angaben, die veraltet sind, etwa Preise oder Mitarbeiter, die nicht mehr im Haus sind?
Fehler, die Vertrauen kosten
Dazu zählen gekaufte oder offensichtlich gefälschte Bewertungen, Behauptungen wie „Testsieger“ ohne Quelle, ein fehlendes oder unvollständiges Impressum sowie Texte, die erkennbar nur für Suchmaschinen geschrieben wurden. Auch widersprüchliche Angaben auf verschiedenen Seiten untergraben den Eindruck, selbst wenn jede Seite für sich gut aussieht. Wie das Gesamtbild aufgebaut wird, beschreibt Content-SEO.
Wie Sie den Stand prüfen
Bitten Sie eine Person, die Ihr Unternehmen nicht kennt, drei Minuten auf Ihrer Website zu verbringen und danach zu sagen, wer dahinter steht, was angeboten wird und woran sie merkt, dass die Angaben stimmen. Wo sie zögert, fehlen meist Belege, Namen oder Beispiele. Das Gespräch ist aufschlussreicher als jede Checkliste, weil es zeigt, was bei einem echten Leser ankommt.
Fragen zu „E-E-A-T“?
Beschreiben Sie kurz Ihren Fall, wir antworten persönlich und ehrlich, auch wenn die Antwort „das brauchen Sie nicht“ lautet. Unsere Leistung dazu: SEO & GEO.
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