Ratgeber

XML-Sitemap erstellen und bei Google einreichen

Von Marcus B. Holzhauer · 15. Oktober 2026 · Zuletzt aktualisiert am 15.10.2026

Was eine Sitemap ist

Eine Datei, meist unter /sitemap.xml, die alle Seiten auflistet, die in der Suche erscheinen sollen. Optional enthält sie das Datum der letzten Änderung.

Erstellen

  • Die meisten Systeme erzeugen sie automatisch oder über ein Zusatzprogramm.
  • Nur Seiten aufnehmen, die indexiert werden sollen, keine Fehlerseiten und keine Weiterleitungen.
  • Bei großen Websites mehrere Sitemaps nutzen.

Einreichen

  1. In der Google Search Console den Bereich „Sitemaps“ öffnen.
  2. Die Adresse der Sitemap eintragen und senden.
  3. Den Status prüfen: Wurden die Seiten gefunden?

Aufbau einer Sitemap

Jede Seite steht in einem url-Block mit der Adresse in einem loc-Element. Das Änderungsdatum lastmod ist optional, aber nützlich, wenn es stimmt: Setzen Sie es nur bei echten inhaltlichen Änderungen und nicht bei jedem Seitenaufruf. Die Angaben zu Priorität und Änderungshäufigkeit, die in älteren Anleitungen stehen, wertet Google nach eigener Aussage nicht aus. Eine Datei darf höchstens 50.000 Adressen und 50 MB (unkomprimiert) umfassen, danach braucht es mehrere Dateien und eine Sitemap-Indexdatei.

Was hineingehört und was nicht

  • Ja: Seiten mit Statuscode 200, die indexiert werden sollen und sich selbst als Canonical angeben.
  • Nein: Weiterleitungen, Fehlerseiten, Seiten mit Noindex, per robots.txt gesperrte Seiten und Duplikate. Enthält die Sitemap solche Adressen, gibt die Search Console entsprechende Meldungen aus, und die Datei verliert an Aussagekraft.

Ein Beispiel für eine typische Korrektur

Ein Onlineshop reicht eine Sitemap mit 4.000 Adressen ein, die Search Console meldet aber nur rund die Hälfte als indexiert. Beim Prüfen zeigt sich: Viele Adressen sind Filterkombinationen, deren Canonical auf die Kategorie verweist, und Produkte sind teilweise ausverkauft und leiten um. Nach dem Aufräumen enthält die Sitemap nur noch Kategorien und lieferbare Produkte. Die Quote der indexierten Seiten steigt dann nicht automatisch, aber die Aussagekraft der Zahl wird deutlich besser, und Probleme lassen sich gezielter erkennen.

Häufige Fehler

  • Die Sitemap verweist noch auf die alte Domain oder die http-Variante nach einem Umzug.
  • Sie ist nur im Browser erreichbar, aber durch ein Plugin oder eine Sperre für Crawler blockiert.
  • Sie wurde einmal von Hand erstellt und nie aktualisiert. Neue Seiten fehlen dann.
  • Sie liegt zwar vor, ist aber nirgends eingetragen. Ohne Eintrag in der robots.txt und der Search Console findet sie nur, wer den Pfad erraten kann.

Wann sie besonders hilft

Bei kleinen, gut verlinkten Websites findet Google Seiten meist auch ohne Sitemap. Wertvoll wird sie bei neuen Websites mit wenigen Links von außen, bei sehr großen Auftritten und bei Seiten, die intern schlecht verlinkt sind. Sie ersetzt aber nie eine saubere interne Verlinkung.

Prüfschritte nach dem Einreichen

Nach dem Einreichen zeigt die Search Console den Status „Erfolgreich“ oder nennt Probleme, etwa dass die Datei nicht gelesen werden konnte. Prüfen Sie nach einigen Tagen die Zahl der erkannten Seiten und vergleichen Sie sie mit der erwarteten Zahl. Weichen beide stark voneinander ab, liegt es meist an Weiterleitungen, Duplikaten oder gesperrten Adressen. Wiederholen Sie die Kontrolle nach jedem größeren Umbau der Website.

Zusätzlich

Tragen Sie die Sitemap in die robots.txt ein (Zeile „Sitemap: …“), damit auch andere Suchmaschinen sie finden. Eine Sitemap ist kein Ranking-Faktor, aber eine Hilfe, damit nichts übersehen wird.

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